TESTOSTERONMANGEL - URSACHEN

Wie stellt sich ein Testosteronmangel ein?

Ein Testosteronmangel (Hypogonadismus) kann unterschiedliche Ursachen haben. Es gibt wenige Männer, die aus verschiedenen Gründen von Geburt an nie selbst Testosteron produziert haben, bzw. einige, bei denen der Körper im Laufe der Jahre die Produktion stark zurückfährt.

 

Wo?

  • Störung in der Region des Hypothalamus (Abschnitt des Zwischenhirns) und der Hypophyse (Hirnanhangdrüse)
  • Störung in der Hodenregion

Warum?

  • Erhöhtes Alter: der Spiegel des wirksamen Testosterons kann bereits ab dem Alter von 40 Jahren zu sinken beginnen
  • Erkrankungen des Hypothalamus (Abschnitt des Zwischenhirns), der Hypophyse (Hirnanhangdrüse)
    oder der Hoden (angeboren oder erworben) z.B. Entzündung der Hoden oder Hypophysentumore
  • Unfälle (z.B. Verlust eines Hodens)
  • Körperliche Erkrankungen (z.B. Nierenerkrankung, Diabetes mellitus, Schilddrüsenerkrankungen, Leberzirrhose, Krebs)
  • Ungesunder Lebensstil: mangelnde Bewegung, Übergewicht, Diäten/Fasten, Vitamin- und Mineralmangel, Stress, Alkohol, Drogen
  • Medikamente (z.B. Schlaf- und Beruhigungsmittel, Medikamente gegen Krebs)
  • Umweltgifte (z.B. Pestizide und Schwermetalle)

Ein nicht unerheblicher Anteil älterer Männer, insbesondere Männer mit internistischen Begleiterkrankungen, hat einen Serum-Testosteronwert unterhalb des Normbereichs. Es bestehen jedoch in Abhängigkeit vom Ausgangstestosteronwert individuelle Unterschiede. Bei fast jedem 5. Mann mit internistischen Begleiterkrankungen wurde ein zu niedriger Testosteronspiegel festgestellt*.

* laut einer 2009 publizierten Studie (Schneider et al., Clinical Endocrinology 2009; 70:446-454) mit über 2.700 männlichen Patienten in deutschen Hausarztpraxen (Durchschnittsalter 59 Jahre)

 

Der Testosteronspiegel allein ist jedoch nicht ausschlaggebend für die Diagnose des Hypogonadismus. Erst wenn zusätzlich die entsprechenden Beschwerden (siehe Symptome des Testosteronmangels) auftreten, könnte ein Testosteronmangel-Syndrom bestehen. Da aber auch andere Krankheiten diese Beschwerden hervorrufen können, müssen diese differentialdiagnostisch berücksichtigt bzw. diagnostiziert oder ausgeschlossen werden.

 

Bestimmte Faktoren und Begleiterkrankungen können das Risiko für die Entstehung eines Testosteronmangels erhöhen. Dazu zählen:

  • Fettleibigkeit
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Bluthochdruck
  • Erhöhte Blutfettwerte

 

Des Weiteren kann eine ungesunde Lebensweise die Entwicklung eines Testosteronmangels begünstigen. Zu den Risikofaktoren zählen:

  • Stress
  • Bewegungsmangel
  • Übermäßige und fettreiche Ernährung
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Drogen

 

 

Ein gesunder Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung und viel Bewegung trägt dazu bei, Übergewicht abzubauen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen bzw. Risikofaktoren zu minimieren.
Mehr Informationen dazu finden Sie unter Ihre Gesundheit.

 

 

Testosteron


Testosteronmangel


Gut zu wissen


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