TESTOSTERONMANGEL – DEFINITION & FORMEN

Wann spricht man von einem Testosteronmangel?

Ein Testosteronmangel beim Mann ist ein durch Androgenmangel verursachtes klinisches Syndrom, welches verschiedene Organfunktionen und die Lebensqualität negativ beeinflussen kann.

 

 

Der Testosteronspiegel:

Der Testosteronspiegel unterliegt tageszeitlichen Schwankungen mit höheren Werten am Vormittag (7 bis 11 Uhr) und niedrigeren Spiegeln im weiteren Tagesverlauf. Dieser Rhythmus ist auch bei älteren Männern erhalten, wenn auch weniger stark ausgeprägt, da der Testosteronspiegel des Mannes mit zunehmendem Alter langsam abnimmt. Ein nicht unerheblicher Anteil älterer Männer, insbesondere Männer mit internistischen Begleiterkrankungen, hat einen Serum-Testosteronwert unterhalb des Normbereichs.

 

Testosteronspiegel im Normbereich: von 12 bis 35 nmol/l*

 

Testosteronspiegel unter Normbereich: < 8 nmol/l*


* Leitlinie Männlicher Hypogonadismus, G. R. Dohle, S. Arver, C. Bettocchi, S. Kliesch, M. Punab, W. de Ronde, Sonderdruck aus J Reproduktionsmed Endokrinol 2013; 10 (5–6): 279–92.

Welche Formen des Testosteronmangels beim Mann gibt es?

  • Primärer Hypogonadismus – Funktionsstörung der Hoden:
    Das häufigste Krankheitsbild ist das Klinefelter-Syndrom bedingt durch eine Störung im Erbgut, bei der die Anzahl der Geschlechtschromosomen abweicht. Aber auch Erkrankungen (z.B. Infektionen, Hodenentzündung, Hodenkrebs), Verletzungen, Entwicklungsstörungen (z.B. Leistenhoden) und das Fehlen (angeboren oder erworben, z.B. nach Operation) eines oder beider Hoden können die Testosteronbildung beeinflussen.

  • Sekundärer Hypogonadismus – Funktionsstörung des Zwischenhirns resp. der Hirnanhangdrüse:
    Die häufigste Form des sekundären Hypogonadismus ist der idiopathische hypogonadotrope Hypogonadismus (IHH). Wenn zusätzlich der Geruchssinn betroffen ist, spricht man vom Kallmann-Syndrom. Ein sekundärer Hypogonadismus kann u.a. auch durch gutartige Tumore an der Hirnanhangdrüse (Hypophysentumore) oder durch schwere Schädel-Hirn-Verletzungen entstehen. In seltenen Fällen sind die Funktionsstörungen angeboren und auf eine genetische Ursache zurückzuführen.

  • Testosteronmangel im Alter – der Altershypogonadismus:
    Da beim Testosteronmangel mit zunehmendem Alter sowohl die Freisetzung der Steuerungshormone im Gehirn als auch die Hodenfunktion abnimmt, wird er als die dritte Form des Hypogonadismus bezeichnet. Der Altershypogonadismus steht meist im Zusammenhang mit anderen Begleiterkrankungen (zum Beispiel Übergewicht, Diabetes mellitus) und wird durch diese beeinflusst.

Mehr Informationen zum KLINEFELTER-SYNDROM finden Sie hier.

 

Die Behandlung ist nur indiziert, wenn der Testosteronmangel klinisch und labormedizinisch bei mindestens zwei Gelegenheiten bestätigt wurde.
Mehr zu Diagnose und Behandlung finden Sie hier.

 

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Die richtige Behandlung zu finden, ist das Eine - Veränderungen im Leben einzubauen, das Andere. Dabei können bereits kleine Maßnahmen Großes bewirken.