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Begriff Bedeutung
AMS Fragebogen AMS steht für Aging Males' Symptoms. Es handelt sich um einen Fragebogen über die Symptome des Testosteronmangels, der für die Diagnose und Beobachtung der Behandlungseffekte nützlich ist.
Androgen Ein Hormon, das die Entwicklung und Aufrechterhaltung männlicher sexueller Merkmale kontrolliert. Testosteron ist ein Androgen.
Diabetes Eine Gruppe stoffwechselbedingter Störungen, bei denen der Körper nicht länger Insulin produziert oder es ineffektiv nutzt. Diabetes ist durch abnormal hohe Blutzuckerwerte gekennzeichnet.
Erektile Dysfunktion
Erektionsstörung
(siehe auch Impotenz)
Unfähigkeit eine Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten, die lange genug andauert, um Geschlechtsverkehr zu haben.
Erektion Unter Erektion versteht man ein durch den Erektionsreflex ausgelöstes Anschwellen und Aufrichten des Penis. Die Erektion verläuft in 4 Phasen: die Tumeszenz – Anschwellen durch Relaxation der Schwellkörpermuskulatur und Steigerung des Blutzuflusses, die Erektion – Aufrichten durch Anstieg des intrakavernösen Drucks, die Rigidität – Steifwerden durch zusätzliche Kontraktion des Musculus ischiocavernosus, die Detumeszenz – Erschlaffung des Penis.
Erythrozytose Eine abnormale Erhöhung der Anzahl der roten Blutkörper, die im Körper zirkulieren. Erythrozytose kann eine Nebenwirkung der Testosterontherapie sein.
Follikelstimulierendes Hormon (FSH) Eines von zwei Hormonen, das von der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) produziert wird und in den Hoden wirkt (das andere ist das Luteinisierende Hormon). FSH stimuliert die Hoden, Sperma zu erzeugen.
Gonadotropin-Releasinghormon (GnRH) Ein Hormon, das vom Hypothalamus (Abschnitt des Zwischenhirns) produziert wird und die Abgabe des Luteinisierenden Hormons und Follikelstimulierenden Hormons von der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) anregt.
Gutartige Prostatahypertrophie Eine nicht-krebsartige Vergrößerung der Prostatadrüse, die bei älteren Männern vorkommen kann.
Gynäkomastie Abnormale Vergrößerung der männlichen Brust.
Hirnanhangdrüse (siehe auch Hypophyse) Ein in der knöchernen Schädelbasis (Sella turcica) lokalisiertes, aus verschiedenen Anteilen zusammengesetztes, kirschgroßes endokrines Organ, das über den Hypophysenstiel direkt mit dem Hypothalamus verbunden ist. Gemeinsam mit dem Hypothalamus stellt die Hypophyse eine morphologische und funktionelle Einheit dar.
Hoden (siehe auch Testikel) Die männlichen Fortpflanzungsdrüsen, die Testosteron und Sperma produzieren.
Hormon Ein chemischer Botenstoff, der von einem Gewebe produziert wird, das einen spezifischen Effekt auf ein zweites Gewebe hat, z.B. zur Kontrolle des Wachstums oder der Gewebefunktion. Ein Androgen ist ein Hormon, das die Entwicklung und Aufrechterhaltung männlicher Merkmale kontrolliert.
Hypogonadismus (siehe auch Testosteronmangel) Ein klinisches Syndrom, das auf eine Fehlfunktion der Hoden zurückzuführen ist. Als Folge kann nicht mehr ausreichend Testosteron und die normale Menge an Sperma produziert werden. Primärer Hypogonadismus kann auf eine genetische Bedingung (z.B. Klinefelter-Syndrom) oder auf eine Fehlfunktion der Hoden (z.B. durch eine Verletzung oder Infektion verursacht) zurückzuführen sein. Sekundärer Hypogonadismus entsteht durch ein Ungleichgewicht des Hormonsystems, das normalerweise für die Produktion von Testosteron zuständig ist.
Hypophyse (siehe auch Hirnanhangdrüse) Ein in der knöchernen Schädelbasis (Sella turcica) lokalisiertes, aus verschiedenen Anteilen zusammengesetztes, kirschgroßes endokrines Organ, das über den Hypophysenstiel direkt mit dem Hypothalamus verbunden ist. Gemeinsam mit dem Hypothalamus stellt die Hypophyse eine morphologische und funktionelle Einheit dar.
Hypothalamus (siehe auch Zwischenhirn) Eine komplexe Region des Gehirns mit vielen wichtigen Funktionen. Eine dieser Funktionen ist die Produktion des Gonadotropin-Releasinghormons (GnRH), das die Hypophyse aktiviert, Luteinisierendes Hormon und Follikelstimulierendes Hormon zu erzeugen, die in den Hoden wirken.
Impotenz
(siehe auch Erektile Dysfunktion)
Unfähigkeit eine Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten, die lange genug andauert, um Geschlechtsverkehr zu haben.
IIEF-EF-Domain-Fragebogen IIEF steht für International Index of Erectile Function. Es handelt sich um einen Fragebogen, der sich auf mögliche Erektionsstörungen in den letzten vier Wochen bezieht und auf der Basis internationaler Standards erstellt wurde.
Insulinresistenz Ein Zustand, bei dem der Körper weniger in der Lage ist, auf Insulin zu reagieren.
Kallmann-Syndrom Eine genetische Störung, die 1 von 10.000 Männern betrifft (sie kann auch Frauen betreffen, dies ist aber seltener der Fall). Das Kallmann-Syndrom verursacht eine Form von Sekundärem Hypogonadismus, bei welcher der Hypothalamus (Abschnitt des Zwischenhirns) nicht genug Gonadotropin-Releasinghormon produziert. Das bedeutet, dass die Hypophyse (Hirnanhangdrüse) nicht genug Luteinisierendes Hormon und Follikelstimulierendes Hormon produziert, was zu Testosteronmangel und niedriger Spermaproduktion in den Hoden führen kann.
Kardiovaskuläre Erkrankung Eine Gruppe von Erkrankungen der Herz- oder Blutgefäße (Venen und Arterien). Kardiovaskuläre Erkrankungen sind z.B. hoher Blutdruck, Arteriosklerose (eine Verhärtung der Arterien), Schlaganfall und Herzinfarkt.
Klinefelter-Syndrom Beim Klinefelter-Syndrom entwickeln sich die Hoden nur wenig und während der Pubertät steigt der Testosteronspiegel nicht, wie es normalerweise bei männlichen Jugendlichen der Fall ist. Die Symptome sind von Person zu Person verschieden, aber das Muskelwachstum und die Körper-/Gesichtsbehaarung entwickeln sich oft nicht normal. Zusätzlich erfolgt kein Stimmbruch und einige Jugendliche mit Klinefelter-Syndrom entwickeln eine vergrößerte Brust (Gynäkomastie). Das Klinefelter-Syndrom ist eine der bekanntesten genetischen Erkrankungen, die 1 von 500 bis 1 von 1.000 Männern betrifft.
Libido Das Erleben sexueller Lust.
Luteinisierendes Hormon (LH) Eines von zwei Hormonen, das von der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) erzeugt wird und in den Hoden wirkt (das andere ist das Follikelstimulierende Hormon). LH stimuliert die Hoden, Testosteron zu produzieren.
Metabolisches Syndrom Eine Kombination mehrerer Erkrankungen, wie z.B. hoher Blutdruck, hoher Blutzucker, unausgeglichene Blutfettwerte und zentrale Fettleibigkeit (Fett im Bereich des Bauches). Das Metabolische Syndrom erhöht das Risiko von Herzerkrankungen und Diabetes.
Nebenwirkung Eine unbeabsichtigte Folge einer medikamentösen Behandlung.
Osteoporose Eine Erkrankung, bei der die Knochen brüchig und anfällig für Knochenbrüche werden. Obwohl Osteoporose häufig bei Frauen nach der Menopause auftritt, handelt es sich bei Männern um eine langfristige Folge des Testosteronmangels.
Prostata Auch Vorsteherdrüse genannt, ist ein kastaniengroßes derbes Organ, das den Anfangsteil der männlichen Harnröhre umgibt. Die Basis liegt dem Blasengrund, die Spitze dem Diaphragma urogenitale an. An der Rückseite der Prostata liegt der Mastdarm, weshalb die Prostata durch den Enddarm mit dem Finger tastbar ist. Die Prostata sondert ein dünnflüssiges, milchiges Sekret ab, das Phosphatasen und Spermin enthält, das bei der Ejakulation dem Samen beigemischt wird und bewegungsauslösend auf die Spermien wirkt.
Regelkreis Die Regulation des Testosteronspiegels. Der Testosteronspiegel wird über einen komplexen Regelkreis zwischen Hypothalamus (Zwischenhirn), Hypophyse (Hirnanhangdrüse) und Hoden gesteuert. Vom Hypothalamus wird das Gonadotropin-freisetzende Hormon (Gonadotropin Releasing Hormone, GnRH) in die Blutbahn ausgeschüttet und gelangt über ein besonderes Blutgefäßsystem direkt zur Hypophyse. In der Hypophyse regt GnRH die Freisetzung der sogenannten Gonadotropine LH (Luteinisierendes Hormon) und FSH (Follikelstimulierendes Hormon) an. Im Hoden wirkt LH stimulierend auf die Testosteronbildung. Testosteron wird aus den Hoden in die Blutbahn freigesetzt, um an die unterschiedlichen Zielorgane zu gelangen. Steigt der Testosteronspiegel an, wird sowohl die Freisetzung von GnRH und somit auch von LH und FSH über einen negativen Rückkopplungsmechanismus gehemmt und damit der Testosteronspiegel reguliert. Zu niedrige Testosteronspiegel haben hingegen eine stimulierende Wirkung auf den Regelkreis. Die Balance des Regelkreises zwischen Hypothalamus, Hypophyse und Hoden kann von zahlreichen Faktoren, z.B. Sinnesreizen wie Licht und Geruch, Emotionen, Stress, Umweltbedingungen, Lebensstil oder Krankheiten, beeinflusst werden. Darüber hinaus erfolgt die Steuerung bzw. Regulation der Samenbildung (Spermatogenese) über LH, FSH und Testosteron.
Schlafapnoe Eine Schlafstörung, die durch wiederholte Atempausen während des Schlafens gekennzeichnet ist.
SHBG Sexualhormonbindendes Globulin ist ein Eiweiß im Blut, das sich fest an Testosteron bindet. Testosteron, das sich an SHBG bindet, ist nicht frei, um seine Aufgabe zu erledigen. SHBG-Spiegel erhöhen sich mit dem Alter, was zu einem Testosteronmangel beitragen kann.
Spermatogenese Entwicklung der Spermien. Während der Embryogenese bis zur Pubertät werden beim männlichen Geschlecht die Urkeimzellen durch mitotische Teilung vermehrt.
Testikel (siehe auch Hoden) Die männlichen Fortpflanzungsdrüsen, die Testosteron und Sperma produzieren.
Testosteron Ein wichtiges männliches Hormon (Androgen), das in den Hoden erzeugt wird und eine bedeutende Rolle für die Gesundheit und das körperliche Wohlbefinden spielt. Testosteron ist für typisch männliche sexuelle Merkmale verantwortlich und wird von allen Männern für körperliche und geistige Gesundheit benötigt.
Testosteronmangel (siehe auch Hypogonadismus) Ein klinisches Syndrom, das auf eine Fehlfunktion der Hoden zurückzuführen ist. Als Folge kann nicht mehr ausreichend Testosteron und die normale Menge an Sperma produziert werden. Primärer Hypogonadismus kann auf eine genetische Bedingung (z.B. Klinefelter-Syndrom) oder auf eine Fehlfunktion der Hoden (z.B. durch eine Verletzung oder Infektion verursacht) zurückzuführen sein. Sekundärer Hypogonadismus entsteht durch ein Ungleichgewicht des Hormonsystems, das normalerweise für die Produktion von Testosteron zuständig ist.
Zwischenhirn (siehe auch Hypothalamus) Eine komplexe Region des Gehirns mit vielen wichtigen Funktionen. Eine dieser Funktionen ist die Produktion des Gonadotropin-Releasinghormons (GnRH), das die Hypophyse aktiviert, Luteinisierendes Hormon und Follikelstimulierendes Hormon zu erzeugen, die in den Hoden wirken.

 

 

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